Maßgefertigte Terrassendächer und Sonderlösungen aus Aluminium und Glas
Maßgefertigte Lösungen Aus Aluminium & Glas geplant Meisterbetrieb
VSG-Scheibe wird mit einem Glaslift in ein Terrassendach eingesetzt
Terrassendach-Beispiel: gläsernes Terrassendach an einem Wohnhaus
Karalus Glas- und Metallbau · Ratgeber

Was ist der Unterschied zwischen 8 mm und 10 mm VSG im Dachbereich?

10 mm VSG kann bei passender Statik größere Glasfelder ermöglichen als 8 mm VSG. Ihr Vorteil beim Terrassendach: weniger Sparren und größere zusammenhängende Glasflächen im Blick. Dafür sind die Scheiben schwerer. Wie deutlich sich das am fertigen Dach zeigt, sehen Sie hier an Beispielen mit 6 Metern Breite und 5 Metern Ausladung.

Die Glasdicke folgt der geplanten Feldaufteilung

10 mm VSG kann bei passender Bemessung größere Glasfelder und weniger Sparren ermöglichen. Karalus setzt diese Ausführung häufig ein. 8 mm ist deshalb nicht grundsätzlich falsch: Glasaufbau, Lagerung, Feldmaße und Lasten müssen zusammenpassen. Wählen Sie zuerst die gewünschte Dachansicht und lassen Sie die Konstruktion dafür prüfen. Die folgenden 6-Meter-Beispiele zeigen Aufteilungen, keine allgemein zulässigen Spannweiten.

Für Ihren Angebotsvergleich brauchen Sie Glasaufbau, Anzahl und Größe der Felder sowie die zugehörige Tragkonstruktion. Das Birkensteiner Dach mit 10 mm VSG zeigt eine ausgeführte Lösung. Die Gewichts-, Glasaufbau- und Schneelastbeispiele darunter bleiben getrennt von der Bemessung Ihres Dachs.

01 · Größere Glasfelder

6 Meter Breite: acht Felder oder sechs?

Bei 6 Metern Dachbreite wird der Unterschied sichtbar: Acht Felder brauchen sieben innere Sparren, sechs Felder nur fünf. Weniger Profile unterteilen Ihren Blick nach oben und werfen weniger einzelne Schattenstreifen. Die gesamte Schattenfläche hängt zusätzlich von Profilen und Sonnenstand ab.

Schematischer Vergleich bei sechs Metern Dachbreite: acht schmale Glasfelder links, sechs größere rechts.
Gleiche Dachbreite, unterschiedliche Aufteilung. Die Grafik zeigt eine Planungsvariante; sie belegt keinen pauschal zulässigen Sparrenabstand. Bild groß öffnen

Was ergibt sich bei 6 Metern Breite?

So entsteht die Aufteilung im Bild – wenn die jeweilige Rastergrenze für das gewählte System nachgewiesen ist:

Aufteilungsbeispiel · keine statische Freigabe
Bei einem Raster bis 80 cmBei einem Raster bis 100 cm
600 ÷ 80 = 7,5 → aufrunden600 ÷ 100 = 6
8 Glasfelder6 Glasfelder
Gleichmäßig aufgeteilt:
600 ÷ 8 = 75 cm Raster
Gleichmäßig aufgeteilt:
600 ÷ 6 = 100 cm Raster
7 innere Sparren5 innere Sparren

Ihr sichtbarer Vorteil: zwei innere Sparren weniger. Größere Glasflächen unterteilen den Blick seltener. Eine passende Konstruktion mit 10 mm VSG kann diese Aufteilung ermöglichen.

Was bedeuten die Maße in diesem Beispiel?

Die 80 und 100 cm sind hier angenommene Planungsgrenzen, keine pauschalen DIN-Grenzen für 8 und 10 mm Glas. Das vereinfachte Raster verteilt die Gesamtbreite; die genaue Sparrenachse und das Glasbestellmaß ergeben sich erst mit Randprofilen, Profilbreiten und Glaseinstand.

02 · Durchgehende Scheiben

Wie groß kann die Ausladung ohne Glasteilung sein?

Karalus kann durchgehende Scheiben bis 5,12 m Länge einsetzen. Die mögliche waagerechte Ausladung ist wegen der Dachneigung etwas kleiner. Bei 5 m Ausladung und beispielhaft 7° Neigung beträgt die geometrische Dachlänge rund 5,04 m. Das genaue Glasmaß hängt von den Anschlüssen und Auflagern ab; Glasbreite und Statik müssen ebenfalls passen.

Zwei schematische Dächer mit sechs Metern Breite und fünf Metern Ausladung: links acht Felder mit sechzehn geteilten Scheiben, rechts sechs durchgehende Scheiben.
Links eine angebotene Variante mit Teilung, rechts eine Variante ohne Teilung. Eine Teilung ist nicht bei jedem 8-mm-System erforderlich. Bild groß öffnen

Bei gleicher Dachgröße sehen Sie links 16 einzelne Scheiben und eine zusätzliche Querlinie. Rechts laufen sechs Scheiben durch. Ihr Vorteil: Der Blick durch die Dachfläche wird in Ausladungsrichtung nicht durch einen zusätzlichen Glasstoß unterbrochen.

03 · Ihr Anschluss am Haus

Wie lässt sich Schmutz unter dem Dachkasten von unten verbergen?

Ein schmaler Milchglasstreifen direkt unter dem Dachkasten lässt Ablagerungen von unten weniger auffallen. Nach vorne bleibt Klarglas für den freien Blick. Der Streifen wird nur so tief wie der Dachüberstand geplant; die Sparren laufen durchgehend bis zur Wand.

Schnittansicht: Unter dem Dachkasten liegt ein hinterer Milchglasstreifen im Regenschatten. Vor der gezielten Glasteilung läuft Klarglas zum Garten weiter. Wind kann Laub in den hinteren Bereich tragen.
Hinten liegt das Glas geschützt unter dem Dachkasten. Vorne erreicht Regen die freiliegende Dachfläche. Schnittansicht groß öffnen

Das Problem im Alltag

Wind kann Schmutz und Laub unter den Dachkasten tragen. Dort erreicht Regen die Glasoberseite kaum. Ablagerungen bleiben liegen und sind durch Klarglas von unten sichtbar.

Meine Empfehlung für diesen Anschluss

Wenn wir das Terrassendach direkt unter dem Dachkasten montieren, kann eine gezielte Teilung sinnvoll sein: hinten ein Milchglasstreifen, vorne Klarglas. So fallen Ablagerungen im geschützten Bereich weniger auf, während der Blick durch die vordere Dachfläche frei bleibt.

Die Teilung folgt hier einem konkreten Nutzen. Wir stimmen die Breite des Milchglasstreifens auf den Dachüberstand ab und planen den Glasstoß samt Lagerung und Abdichtung. Auch dieser Bereich muss erreichbar bleiben und gereinigt werden; Milchglas verhindert keinen Schmutz. Gemeint ist eine geeignete matte VSG-Ausführung, deren genauer Aufbau im Angebot benannt wird.

04 · Aus der Karalus-Praxis

Wie werden große Glasscheiben ins Terrassendach eingesetzt?

Mit passender Hebetechnik nehmen wir die große Scheibe auf und positionieren sie am Dach. Das Foto aus unserem Referenzprojekt in Birkenstein zeigt diesen Montageschritt.

Karalus setzt in Birkenstein eine große Glasscheibe mit einem Glasheber in das Terrassendach ein.
Montage in Birkenstein: Eine Scheibe wird mit dem Glasheber eingesetzt.

Weniger Teilungen müssen auch montierbar sein.

Wir setzen spezielle Hebetechnik ein, um große Scheiben aufzunehmen und am Dach zu positionieren. So lässt sich eine durchgehende Verglasung auch praktisch umsetzen, wenn Abmessungen, Baustellenzugang und Statik passen.

Der Glasheber erleichtert die Montage. Die Tragfähigkeit entsteht durch den geeigneten Glasaufbau, die Lagerung und die bemessene Dachkonstruktion.

Terrassendach in 15366 Hoppegarten-Birkenstein – matte VSG-Verglasung
Titelseite der Karalus-Qualitätscheckliste: Terrassenüberdachungen vergleichen
Die vorhandene Karalus-Checkliste · 4 Seiten

Welches Dach steckt hinter welchem Angebot?

Nehmen Sie beide Angebote zur Hand und tragen Sie die Unterschiede ein: Wie viele Glasfelder erhalten Sie? Werden die Scheiben geteilt? Welche Profile, Fundamente und Montageleistungen sind enthalten?

25 Prüfpunkte, zwei Anbieterspalten und Platz für den Preisvergleich. Für Glas und Konstruktion sind besonders die Punkte 7, 11, 12, 13 und 18 hilfreich: Statik, Profile, Glasfelder, Glasstärke und zusätzliche Winterstützen.

Qualitätscheckliste herunterladen · PDF, 4 Seiten

So vergleichen Sie den vollständigen Leistungsumfang

Bitten Sie bei beiden Angeboten um eine Dachaufsicht mit Feldmaßen. So sehen Sie sofort, wie viele Sparren und Glasstöße vorgesehen sind. Vergleichen Sie anschließend Glasaufbau, statische Nachweise und den vollständigen Montageumfang mit der Checkliste.

Warum Verbundsicherheitsglas über dem Sitzplatz?

Bei Glas über Menschen zählt auch das Verhalten nach einem Bruch. Die Zwischenlage verbindet die Glasschichten und bindet Bruchstücke. Deshalb ist für das hier gezeigte Terrassendach eine geeignete VSG-Ausführung vorgesehen. Welche Ausführung und Lagerung zulässig sind, richtet sich nach den Regeln für Überkopfverglasungen.

Das bedeutet keine Garantie, dass eine gebrochene Scheibe unbegrenzt trägt. Sie muss gesichert und fachgerecht ersetzt werden. DIBt: Regeln für Überkopfverglasungen

Der Unterschied steckt in den beiden Glasscheiben.

Die farbige Mitte zeigt die verbindende Folie. Sie hält die Glasschichten zusammen. Die Darstellung zeigt den Aufbau schematisch, nicht maßstäblich.

„8 mm“ · VSG 44.2

4 mm Glas
0,76 mm PVB-Zwischenlage
4 mm Glas
Rechnerischer Aufbau: 8,76 mm.
Reiner Glasanteil: etwa 20 kg/m².

„10 mm“ · VSG 55.2

5 mm Glas
0,76 mm PVB-Zwischenlage
5 mm Glas
Rechnerischer Aufbau: 10,76 mm.
Reiner Glasanteil: etwa 25 kg/m².

Die Zwischenlage kommt zur Glasdicke und zum Gewicht hinzu. Für die Bestellung zählt der genaue Produktaufbau samt Toleranzen. 44.2 und 55.2 bezeichnen allein noch nicht die verwendete Glasart.

Was bedeuten 5 kg mehr pro Quadratmeter?

Bei beispielhaft 30 m² tatsächlicher Glasfläche bedeuten 5 kg mehr je Quadratmeter rund 150 kg zusätzliches Glasgewicht. Das muss die Konstruktion mittragen. Die geneigte Glasfläche und die waagerechte Dachprojektion für die Schneelast sind unterschiedliche Flächen.

Sind mit 8 mm VSG 80 cm und mit 10 mm 100 cm möglich?

Das lässt sich nicht allein an der Glasstärke entscheiden. 10 mm VSG eröffnet bei geeigneter Bemessung Spielraum für größere Felder. Ob bei Ihrem Dach 80, 100 cm oder ein anderes Maß zulässig ist, hängt auch von Scheibenlänge, Glasart, Lagerung, Profilen und den Lasten am Haus ab.

Für das gezeichnete 6 × 5-Meter-Dach ist hier noch kein zulässiger Sparrenabstand nachgewiesen. Die Grafik zeigt die gewünschte Aufteilung. Im Angebot sollte die passende Systembemessung ausdrücklich bestätigen, dass Glas und Tragwerk sie am Bauort tragen können.

Die richtige Frage lautet daher: „Können Sie mein Dach mit sechs Glasfeldern ausführen – und welche Bemessung bestätigt das?“ Dazu gehören eine Dachaufsicht mit Maßen, der vollständige Glasaufbau und die angesetzten Lasten.

Vom Bauort zur passenden Konstruktion

Was muss Ihr Terrassendach tragen?

Dachlasten aus Schnee, Wind und Eigengewicht
Prinzipdarstellung; keine Herstellerzeichnung und kein statischer Nachweis. Bild groß ansehen
Rechenbeispiel HoppegartenLast pro m² DachprojektionWas bedeutet das?
Normaler Schneelastfall0,68 kN/m²0,8 × 0,85 kN/m²
Außergewöhnlicher Schneelastfall1,564 kN/m²2,3 × 0,8 × 0,85 kN/m²
Eigengewicht und WindZusätzlich zu bemessenKeine pauschale Addition aller Maximalwerte

Das Ergebnis ist eine Last, noch kein zulässiger Sparrenabstand. Bei gleichen Randbedingungen kann stärkeres Glas größere Felder ermöglichen. Welche Breite für 8, 10 oder 12 mm VSG zulässig ist, erfordert die konkrete Glas- und Profilbemessung. Annahmen und örtliche Quelle stehen im folgenden Rechenweg.

Was sagt die Schneelast über den Sparrenabstand? Sie beschreibt die Belastung, die das Dach aufnehmen muss. Sie liefert allein noch keine zulässige Feldbreite. Dafür werden die Belastung und die Tragfähigkeit der konkreten Glasscheibe samt Profilen gemeinsam geprüft.

Rechenweg ansehen: Schneelast in 15366 Hoppegarten

Ein nachvollziehbares Lastbeispiel für 6 × 5 Meter

Annahmen: 30 m² waagerechte Dachprojektion, einfaches Pultdach; für das Rechenbeispiel ein Formbeiwert μ = 0,8. Keine zusätzliche Schneeverwehung oder abrutschender Schnee vom Hausdach angesetzt. Diese Vereinfachungen sind am echten Haus zu prüfen.

  1. Ort einordnen: Hoppegarten liegt in Märkisch-Oderland. Das Brandenburg-Merkblatt nennt Schneelastzone 2 und eine charakteristische Bodenschneelast von 0,85 kN/m².
  2. Auf das Dach übertragen: Mit Cₑ = Cₜ = 1 ergibt sich 0,8 × 0,85 = 0,68 kN/m² charakteristische Dachschneelast.
  3. Außergewöhnlichen Fall prüfen: Für das Norddeutsche Tiefland folgt im Beispiel 2,3 × 0,8 × 0,85 = 1,564 kN/m². Auf 30 m² entspricht das 46,92 kN Schnee, verteilt über die Dachprojektion.

Das ist ein Lastansatz, noch keine Freigabe für sechs Glasfelder. Eigengewicht, Wind, Lastkombinationen und mögliche Schneeanhäufungen kommen in die Bemessung. Erst mit Glasaufbau, Lagerung und konkretem Profilsystem lässt sich prüfen, welche Scheibenbreite und welche Verstärkung passen.

Quelle: Bautechnisches Prüfamt Brandenburg, Merkblatt Schneelast, Seiten 2–3. Die örtliche Zuordnung lässt sich im Kommunalverzeichnis Märkisch-Oderland nachvollziehen.

Warum keine pauschale DIN-Grenze von 80 oder 100 cm?

Eine Glasbreite allein beschreibt die Scheibe nicht vollständig. Auch Länge, Glasart, Zwischenlage, Lagerung und Belastung gehen in den Nachweis ein. Herstellerangaben wie 80 oder 100 cm beziehen sich auf bestimmte Systeme und Randbedingungen. Für 1,02 oder 1,20 m braucht es ebenso einen passenden Nachweis. Die Regeln für linienförmig gelagerte Verglasungen stehen in DIN 18008-2 in Verbindung mit Teil 1.

Häufige Fragen

Was vor der Entscheidung oft noch offen ist.

Die Antworten geben eine erste Orientierung. Maßgeblich bleiben Grundstück, Gebäude, Nutzung und das konkret gewählte System.

Ist 10 mm VSG automatisch hochwertiger?

Nein. Hochwertig ist eine nachvollziehbar bemessene Gesamtkonstruktion. Dickeres Glas ohne passend ausgelegte Profile, Lagerung und Befestigung ist kein Qualitätsbeweis.

Wie breit darf ein Glasfeld sein?

Eine allgemeingültige Feldbreite lässt sich seriös nicht nennen. System, Glasabmessungen, Auflager, Schnee- und Windlast sowie Dachneigung müssen gemeinsam geprüft werden.

Ist die DIN 18008 allein entscheidend?

Für Glas im Bauwesen sind technische Regeln relevant; zusätzlich gelten Systemstatik, bauaufsichtliche Anforderungen und das konkrete Tragwerk. Normbezug und aktuelle Fassung sind projektbezogen zu prüfen.

Weitere Fachfragen und passende Seiten
Persönlich klären

Welche Glasaufteilung passt zu Ihrem Terrassendach?

Senden Sie uns die ungefähren Dachmaße, Ihren Bauort und Fotos vom Hausanschluss. Gemeinsam klären wir, welche Glasaufteilung, Ausladung und Montage für Ihr Vorhaben infrage kommen.